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Definitionen und Positionen
Laut Wikipedia teilt
Rassismus die Menschheit in Gruppen oder Rassen ein, die als homogen (gleich)
betrachtet werden, und unterstellt diesen eine kollektive Identität, d. h.
mehrere dieser speziellen Gruppe unveränderliche Merkmale und Charakterzüge.
Anhand dieser Einteilung bewertet der Rassismus die Menschen, misst ihnen einen
unterschiedlichen Wert zu oder stellt sie als miteinander unvereinbar und
konkurrierend dar. Dabei werden der jeweiligen Gruppe angeblich eigene kollektive
Eigenschaften, so genannte Stereotype, konstruiert, die für alle gelten sollen.
Rassistische Theorien und Argumentationsmuster dienen der Rechtfertigung von
Diskriminierung und Feindseligkeiten, der Zuordnung negativer Emotionen zu
einer Minderheit und fördern das Überlegenheitsgefühl von Mitgliedern der
Mehrheitsgruppe.
Quelle: http:// www.wikipedia.org/wiki/Rassismus
Die
Rassismusforscherin Christine Morgenstern schreibt dazu folgendes:
Mit dem
Begriff Rassismus soll die ganze Vielschichtigkeit eines „wahrhaft >totalen
sozialen Phänomens<“ bezeichnet werden. Rassismus-Theorien versuchen die
gesellschaftlichen Strukturen der Diskriminierung und der Ausgrenzung ebenso zu
erfassen wie die subjektiven Missachtungen, Benachteiligungen und Angriffe.
Weil Rassismus vollkommen verschiedene Formen annehmen kann, ist er schwer zu
beschreiben. Auf wissenschaftlichem Gebiet taucht er als ausgefeilte, mit
empirischen Beweisen argumentierende „relativ kohärente Theorie“ auf. Daneben
gibt es ihn als einfache Ansammlung von „Klischees, Bildern, Zuschreibungen und
Erklärungen“, „die für das Alltagsleben konstruiert und verwendet“ wird. In
bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen kann er mit der Begründung, jede
Menschengruppe gehöre an >ihren< Platz, als Apartheid oder
>Rassentrennung< auftreten. Er kann auf der Vorstellung basieren, der
„Gesellschaftskörper“ müsse >rein<
erhalten werden, sonst gehe „die
Identität des >eigenen Selbst< bzw. des >wir<“ durch
>rassistische Vermischung< oder >Überfremdung< verloren. So tritt
er als Ausgrenzung, Diskriminierung, Verfolgung oder Genozid auf. Je nachdem ob
er Teil einer Gesellschaft ist, die kolonialistische Sklaverei betreibt, um
ihre Plantagen zu bewirtschaften, oder ob eine Menschengruppe zum „Schädling“
erklärt wird, wie in der nationalistischen Staatsideologie.
Rassismus kann sich also auf ganz unterschiedliche Ziele, Objekte und
Begründungszusammenhänge beziehen. Er besteht jedoch immer zugleich aus
sozialer, ökonomischer und staatlich institutionalisierter Diskriminierung,
sonst handelt es sich nicht um Rassismus. Dieser Begriff soll dazu dienen, die
verschiedenen gesellschaftlichen und individuellen Dimensionen des Phänomens zu
erfassen.
Doch nicht jede Benachteiligung bestimmter Menschengruppen sollte
vorschnell als rassistisch eingestuft werden. Rassismus ist kein Synonym für
alle Formen der Ausgrenzung und Benachteiligung. Um Zusammenhänge verstehen und
Gegenstrategien entwickeln zu können, müssen die Handelnden, deren Absichten,
ihr Vorgehen und dessen Auswirkungen voneinander unterschieden und beschrieben
werden können. Wenn der Begriff Rassismus unzulässig vereinfacht und verallgemeinert
wird, verliert er seine Aussagekraft und taugt nur noch zum Vorwurf.
Umgekehrt
ist die Verwendung rassistischer Kategorien zur Klassifizierung und Bewertung
von Menschen aber auch nicht immer offensichtlich. Was ist, wenn rassistische
Ideologie sich nicht auf den zoologischen Begriff Rasse >Rasse< bezieht?
Wenn „das vornehme Wort Kultur (…) an die Stelle des verpönten Ausdrucks Rasse“
tritt, „aber bloßes Deckbild“ für den gleichen „brutalen Herrschaftsanspruch“
bleibt.
Quelle:
http://hometown.aol.de/_ht_a/morestern/homepage.html
Auf der
Homepage des Projekts "Hyperlinks
gegen Rechts" (eine antirassistische und antifaschistische Initiative im
Internet) haben wir folgende Einschätzungen gefunden:
Die Ideologien
der Rechten gründen sich wesentlich auf die falsche Behauptung, „Rassen“ und
„Völker“ seien biologisch verankerte Gemeinschaften, zwischen denen
grundlegende Unterschiede bestünden. Die Zugehörigkeit zu einer solchen
Gemeinschaft wird demzufolge durch Geburt festgelegt und ist folglich unabänderlich,
also „Schicksal“. Rechte sprechen daher auch gerne von
„Schicksalsgemeinschaften“. Die Rechten benutzen in diesem Zusammenhang heute
nicht mehr das Wort „Rasse“, sondern verwenden stattdessen mit dem gleichen
Hintergrund den Begriff „Kultur“.
Behauptet wird weiter, diese „Rassen“, „Völker“ oder „Kulturen“ stünden
naturgemäß in einem ewigen Kampf gegeneinander. Daraus wird beispielsweise
abgeleitet, das „deutsche Volk“ müsse sich gegen „andere Völker“ zur Wehr
setzen. Notfalls auch mit Gewalt. Diese Gewalt wird als notwendig, berechtigt
und als eine Art vorauseilende „Notwehr“ dargestellt. Mit dieser Definition
kann auch Krieg gerechtfertigt werden.
Quelle: http://www.h-g-r.eu/de/rechte/ideologie.html
Mustafa T.
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